Geschrieben von: Super User
Erstellt: 05. Dezember 2012
Nach acht Monaten Dienst in unserer Geburtshilfestation wurde Hebamme Daniela Nedogoda mit einem Fest von unseren indischen Freunden verabschiedet. Viele Frauen, Dorfbewohner und Kinder kamen zum Feiern und bedankten sich herzlich bei Daniela, die die Herzen der Inder erobern konnte.
Die Arbeit in der Geburtshilfestation wird nun von den deutschen Hebammen Nina Falk, Julia Hartmann und Verena Schurr fortgesetzt. Nina Falk beschreibt die Arbeit wie folgt:
2.November 2012, Hebamme Verena hat Deutschland nun auch hinter sich gelassen, um das Projekt in Indien zu unterstützen. Sie ist uns eine wirkliche Bereicherung. Zu dritt leiten wir nun den Kreißsaal des Maternity Health Center. Für Hebamme Daniela ergibt sich so noch genug Zeit, um letzte Abschiedsbesuche zu vollziehen und sich in Ruhe auf ihre Rückkehr nach Deutschland vorzubereiten nach nunmehr 8 Monaten in Indien.
Neben den täglichen Schwangerenvorsorgen im MHC, fuhren wir regelmäßig zu Hausbesuchen für postpartale Kontrollen. Ebenso findet einmal pro Woche ein Village Visit, jedes mal in einem anderen Dorf, statt. Dank der jeweiligen Angestellten der PMD in den Dörfern, werden unsere Dorfbesuche großzügig angenommen. Wir führen normale Schwangerenvorsorgen durch und stellen sicher, dass alle wichtigen Untersuchungen, sofern wir sie nicht selber durchführen, in den Governmentkranknhäusern erfolgen. Die Schwangeren begegnen uns mit sehr viel Respekt und Dankbarkeit, öffnen sich uns, sodass wir ihnen in den meisten Fällen schon mit kleinen Tips und Hausmittelchen helfen können. Oft steht ein großer Teil der Dorfbewohner um uns herum und beobachtet uns begeistert bei der Arbeit. Am Ende können wir auch viele der älteren Menschen mit einem einzigen Blutdruck messen zufrieden stellen. Viele der Schwangeren kommen weiterhin zu Vorsorgeuntersuchungen in unser MHC und entscheiden sich sogar oft, dann auch bei uns zu entbinden und verzichten so auf das, für die Menschen hier so wichtige und lebensnotwendige, Geld der Regierung, wenn sie in einem Governmenthospital entbunden hätten.
So können wir auf 6 wunderschöne und komplikationslose Geburten im November zurückblicken. Für die Frauen immer wieder faszinierend ist, dass sie hier nicht im Liegen auf einem Metalltisch entbinden müssen, dass sie nicht angeschrien oder gar geschlagen werden, dass sie respektvoll behandelt werden und auch mal laut sein dürfen unter der Geburt. Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist und hier noch lange keine Normalität. Ein Geburtshocker, ein Gymnastikball, Geburten im Stehen oder anderen angenehmen Positionen und eine gemütliche Atmosphäre durch warmes Licht und Duftöle werden hoch geschätzt und mit Süßigkeiten und frischem Obst honoriert.
Außerdem können wir stolz berichten, dass wir unser Frühchen nach 6 Wochen stationärem Aufenthalt bei uns vor wenigen Tagen entlassen konnten. Es wird inzwischen voll gestillt, entwickelt sich gut und hat sehr gut zugenommen.
Weiterhin konnten wir letzten Monat einigen Frauen mit Stillproblemen helfen, sowohl mit einfachen Mitteln als auch durch stationäre Betreuung.
Insgesamt lässt sich sagen, dass es immer etwas zu tun gibt, sei es medizinsich oder organisatorisch. Die Arbeit verlangt all unsere Standhaftigkeit und Geduld, doch sind wir hochmotiviert.
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 09. November 2012
Große Begeisterung und Freude kam auf, als Schwester Manimozhi, eine unserer indischen Schwestern, am 22. Oktober ein Mädchen zur Welt brachte. Wie in Indien üblich arbeitetete Sr. Manimozhi bis einen Tag vor der Geburt noch im MHC. Da ein Kaiserschnitt unumgänglich war, musste sie nach Pondicherry in eine Klinik verlegt werden. Unsere Hebammen begleiteten sie und konnten sie bald nach der Geburt ihrer Tochter wieder mit ins MHC nehmen, wo sie fast zwei Wochen lang stationär mit ihrem Baby betreut wurde. Sr. Manimozhi wird nun bis 31-12-2012 in Mutterschutz gehen. Die anderen Schwestern übernehmen solange ihre Dienste. Ebenso wurde eine Mutter mit ihrem Säugling für längere Zeit stationär im MHC aufgenommen, nachdem sie in ihrer Hütte in der 34. Schwangerschaftswoche spontan entbunden hatte. Unsere Hebammen versorgten die Mutter und das unterkühlte, untergewichtige Baby (1700 g). Das deutsch-indische Team freute sich im Oktober über den erneuten dreiwöchigen Einsatz der deutschen Gynäkologin Frau Dr. Horter-Weber vom Senior Expert Service. Frau Dr. Horter- Weber begeisterte sich für das Projekt bei einem Besuch im Mai dieses Jahres und organisierte eine Vaginalsonde für das Ultrasschallgerät. Diese brachte sie als Geschenk mit nach Indien und schulte das Personal im Umgang mit dieser Sonde. Im Oktober gab es wieder eine Reihe von Geburten. Ebenso organisierte das Team einige „Village-Visits“, um die Arbeit des Projektes in den umliegenden Dörfern bekannt zu machen. Zu den im MHC angebotenen „Healthprogrammes“ erschienen stets viele Kinder . Zusammen mit Sr. Daniela und Sr. Nina organisierte Mr. Anbarasu Englischunerricht für indische Schüler. Unser deutsches Hebammenteam Daniela Nedogoda, Nina Falk und Julia Hartmann wird seit 1. November durch Hebamme Verena Schurr ergänzt, die Daniela Nedogoda nach deren 8-monatigem Einsatz ablösen wird.
Helmut und Heidrun Wießner
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 27. Oktober 2012
Liebe Freundinnen und Freunde von Pirappu,
es gibt jetzt eine einfache Möglichkeit, Pirappu bei Online-Einkäufen ohne zusätzliche Kosten zu unterstützen.
Einfach über den nachstehenden Link einen Shop auswählen und einkaufen. Schon bekommt Pirappu eine Spende, ohne daß Sie noch irgendetwas extra anklicken müssen und ohne daß Sie auch nur einen Cent extra bezahlen. Vielleicht denken Sie ja beim nächsten Online-Shopping an unser Indisches Projekt. Helfen kann so einfach sein! Danke für Ihre Untertsützung!
Falls der Link nicht funktionieren sollte, bitte einfach auf die Seite von www.boost-project.com gehen, dort einen Shop und dann das Projekt Pirappu auswählen.
Liebe Grüße
Heidrun und Helmut Wießner
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 04. Oktober 2012
Inzwischen ist seit unserer Ankunft einige Zeit vergangen und wir konnten uns einen Eindruck davon machen, wie dieses Land und die Menschen hier „ticken“. Während Julias Kulturschock auf Grund von Erfahrungen in Afrika eher gering ausfiel, musste Nina schon ein paar Mal mehr schlucken. Chaotisch, verrückt, dreckig, Gestank, Hilfsbereitschaft, Menschenmassen, laut…das sind die Worte, die einem hier als erstes einfallen.
Es ist schon verwunderlich, dass man sich in Deutschland doch mehrmals überlegt, ob man gerne in einem Geburtshaus arbeiten möchte. Das liegt neben dem finanziellen Aspekt doch viel mehr am Risikoaspekt. Das wurde uns erst letzte Woche bewusst, als wir eine sehr langwierige, risikoreiche Geburt begleiteten und diese als Team zusammen mit der Mutter gut meisterten. Es bedarf weniger einer langen Berufserfahrung als viel mehr Selbstsicherheit und –vertrauen und ziemlich wahrscheinlich einer guten Ausbildung, wenn man hier arbeitet. Und genau das versuchen wir den indischen Schwestern hier zu übermitteln, indem wir sie unterrichten, mit ihnen zusammen arbeiten und Fachwissen und Erfahrung weiterreichen. Zurück bekommen wir unheimlich viel Dankbarkeit in Form von Worten und Gesten. Das gleiche gilt für die Familien. Hände schütteln (was hier keine Normalität ist), kleine Verbeugungen und Küsse auf die Stirn ehren uns sehr.
Erst gestern haben wir Eltern mit ihrem neugeborenen Sohn nach Hause gebracht. Traditionell bleiben Mutter und Kind nach der ersten Geburt für eine Weile im Elternhaus der Mutter und werden dort gleich bei Ankunft mit einer Segnung begrüßt. Ein Gebräu aus Wasser und Gewürzen auf dem ein Blatt schwimmt, welches entzündet wird und dann mehrmals über die Köpfe der kleinen Familie geschwenkt wird, soll böse Geister fernhalten und Glück bringen. Zum Schluss bekommen Mutter, Vater und Kind jeweils einen Tropfen auf die Stirn gestrichen. Gestern hatten wir die Ehre, Teil dieser traditionellen Begrüßung zu sein und wurden auch gesegnet. Auch verlassen wir kaum ein Haus ohne mit gutem Gebäck und viel zu süßem Kaffee versorgt worden zu sein. Die Menschen hier haben nicht viel und doch teilen sie, wo sie nur können.
Obwohl arrangierte Hochzeiten immer noch weit verbreitet stattfinden, haben wir bisher den Eindruck, dass eine gewisse Stimmigkeit, Zusammenhalt und ein richtiges Familienleben in den meisten Familien doch vorhanden ist. Unsere Kollegin Daniela hat uns diesbezüglich aber auch schon von ganz anderen Erfahrungen berichtet.
Wir haben noch eine lange und voraussichtlich ereignisreiche Zeit vor uns und freuen uns darauf, hoffentlich Spuren zu hinterlassen.
Nina Falk
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 06. August 2012
Eingestellt für Heidrun Wießner
Monatsbericht Juli 2012
Nach der Abreise der deutschen Hebamme U. Michel und der Gynäkologin Frau Dr. Horter-Weber hatte Hebamme Daniela mit dem indischen Team alle Hände voll zu tun. Zwei Jungs erblickten im Juli das Licht der Welt, zahlreiche Hausbesuche zur Nachsorge folgten und im MHC war stets eine Reihe von Schwangeren zur Vorsorge, so dass sogar “ Warteschlangen“ entstanden. Aus Dankbarkeit wurde Daniela von einem Elternpaar wieder zu einer Tauffeier eingeladen. Der Täufling kam noch mit Hilfe von Hebamme Ursula Michel zur Welt und erhielt deshalb als Zweitnamen den Namen Ursula. Eine besondere Herausforderung für das Team war eine mit Zwillingen Schwangere. Da diese unter erheblicher Blutarmut litt, wurde sie zur Entbindung nach Pondicherry gebracht. Sehr fürsorglich besuchte Daniela sie dort im Hospital. Die Zwillinge – ein Mädchen und ein Junge – kamen sehr untergewichtig zur Welt. Obwohl sie kaum 1300 g auf die Waage brachten, wurden sie bereits nach einer Woche nach Hause entlassen. Da die Versorgung der Zwillinge zu Hause sehr schwierig war und die Mutter weiterhin an Blutarmut litt, nahm Daniela Mutter und Babies im MHC auf. Dort werden sie nun bestens versorgt, so dass sie täglich an Gewicht zunehmen. Daniela selbst spendete Blut für die Wöchnerin, welches dieser im MHC transfundiert wurde. Daniela leistet hervorragende Arbeit im MHC. Der Präsident der PMD (indischer Projektpartner) fasste ihre Arbeit sehr treffend folgendermaßen zusammen:“We all are very proud of Mrs. Daniela and her service in MHC, with the spirit of Christ like mother Teresa.“ Die indische Ärztin Dr. Annie und Mr. Anbarasu als Organisator unterstützen das Team sehr.
In Deutschland konnten in der Zwischenzeit Hebamme Nina Falk, Julia Hartmann und Verena Schurr bestens durch Hebamme Hanka John und Dr. Wolfgang Donné ( beide sind die Projektverantwortlichen in Deutschland) für ihren Einsatz ab September 2012 vorbereitet werden. Hanka John und Dr. Donné organisierten auch in Indien benötigte Materialien fürs Reisegepäck der Anreisenden.
Helmut und Heidrun Wießner
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 06. Juli 2012
Begeistert war unser deutsches Hebammenteam über die fünfwöchige Unterstützung durch eine schweizer Hebammenpraktikantin und der deutschen Ärztin Frau Dr. Horter- Weber, die als Seniorexpertin über SES unserem Projekt zur Verfügung stand. Durch wöchentliche Besuche in den umliegenden Dörfern wird den Schwangeren die Arbeit der Geburtshilfestation bekannt gemacht. Sehr interessiert und aufmerksam folgen die Schwangeren den Ausführungen unserer Hebammen zu Schwangerschaft und Geburt. Viele Kinder und Männer lauschen neugierig an den offenen Fenstern und nehmen so an den sehr gut besuchten Veranstaltungen teil. Durch Blutdruckmessen und einfache Untersuchungen werden die Schwangeren mit den Hebammen vertraut. Erfreulicherweise erscheinen viele dieser Frauen zu den Vorsorgeuntersuchugen in die Geburtshilfestation, so dass sich mittlerweile das Wartezimmer sehr farbenfroh füllt. Frau Dr. Horter- Weber und das Hebammenteam führten viele Ultraschalluntersuchungen, viele Vorsorgeuntersuchungen durch und besuchten ein im MHC neugeborenes zur Nachsorge zu Hause.
Unsere indischen Schwestern sind sehr lernfreudig, höchst motiviert und arbeiten als gutes Team mit den deutschen Hebammen zusammen. Immer wieder leisten sie gerne Überstunden, kommen sogar samstags zum Dienst und versuchen sich eifrig an einzelnen Wörtern der deutschen Sprache.
Unser indischer Partner Anbarasu organisiert hervorragend die meetings in den Dörfern,transportiert die Schwangeren zu den Vorsorgeuntersuchungen, bringt Risikopatientinnen mit der Ambulanz in ein größeres weiter entfernt liegendes Hospital und fungiert als Hausmeister. Auch seine Frau Dr. Annie leistet hervorragende Übersetzungsdienste und bringt sich stundenweise als Ärztin in die Arbeit mit ein.
Um ernährungsbedingte Mangelzustände der Schwangeren zu beheben, erhalten die Schwangeren kostenlos Obst und einen besonderen Tee nach den Vorsorgeuntersuchungen.
Die Schwangeren zeigen große Dankbarkeit und Offenheit für diese medizinische Versorgung. Besonderen Ausdruck wurde dies dadurch verliehen, dass unsere deutsche Hebamme Daniela Patin bei der im MHC geborenen kleinen „Daniela“ wurde und unser Team zur Tauffeierlichkeit eingeladen wurde. Immer wieder erfährt unser deutsches Team auch die indische Gastfreundlichkeit: so wurden sie zur Familienfeierlichkeit einer indischen Schwester eingeladen, mit Blumen geschmückt und mit indischen Köstlichkeiten bewirtet.
Mitte Juni besuchte ein indischer Inspektor unsere Geburtshilfestation. Durch diese Inspektion soll eine staatliche Anerkennung unserer Geburtshilfestaion erlangt werden. Diese ist Voraussetzung dafür, dass unser MHC (Maternitity Health Centre) staatlich unterstützt wird und die Schwangeren bei einer Geburt im MHC ein staatliches Fördergeld von ca. 200 Euro erhalten. Der Inspektor reichte die Ergebnisse seiner Inspektion an die zuständige Amtsärztin weiter und machte Hoffnung auf die erwünschte Anerkennung.
Ende Juni musste uns unsere deutsche Heabmme Frau Ursula Michel leider aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Wir sind ihr dankbar für ihre Unterstützung und Mitarbeit über drei Monate hinweg.
Die deutsche Hebamme Daniela wird nun bis Anfang August alleine mit dem indischen Team die Arbeit vor Ort weiterführen. Dann wird sie Unterstützung durch zwei weitere deutsche Hebammen und einer Medizinpraktikantin erhalten.
Helmut und Heidrun Wießner
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 31. Mai 2012
Monatsbericht Mai 2012
Seit Mitte März konnten sich unsere beiden deutschen Hebammen Daniela Nedogoda und Ursula Michel in der Geburtshilfestation in Anaiyeri sehr gut einarbeiten. Die ersten sechs Wochen wurden für viel Organisatorisches und sowohl praktisches als auch theoretisches Training der drei indischen Hebammen benötigt. Sehr interessiert und motiviert bringen sich unsere indischen Schwestern: Mary- Agnes, Devi und Manimohzi ein und arbeiten gerne mit unserem Team zusammen. Seit Anfang Mai ist die Geburtshilfestation Anlaufstelle für sehr viele Schwangere. Gerne nehmen die Frauen aus den umliegenden Dörfern von Anaiyeri das medizinisch sehr hochwertige Angebot der Schwangerenvorsorge an und schätzen sehr, dass sie mit so viel Liebe und Wertschätzung behandelt werden. Drei Frauen mussten in der Anfangszeit aus medizinischen Gründen in andere Kliniken zur Entbindung verlegt werden, wurden aber danach zur Nachsorge zu Hause betreut. Der Organisator und Hausmeister unserer indischen Partnerorganisation PMD, Mr. Anbarasu, kümmert sich sehr engagiert darum, dass die Schwangeren zur Vorsorge in unsere Geburtshilfestation gebracht werden, organisiert Transporte mit der Ambulanz in andere Kliniken und bringt unser Hebammenteam zur Nachsorge in die Nachbardörfer.
Da eine große Anzahl der Schwangeren eine ernährungsbedingte Anämie aufweisen, werden die Schwangeren regelmäßig einbestellt, um Obst, Kräuterbluttee und Eisensubstitution per Tabletten zu erhalten. Erfreulicherweise stellten sich rasch Erfolge ein.
Die indischen Frauen nehmen mit Begeisterung die Hilfe unserer Station an. Ihren Dank drückte eine Mutter darin aus, dass unsere deutsche Hebamme den Namen des Neugeborenen aussuchen durfte- so gibt es nun in der Umgebung von Anaiyeri eine kleine Anna- Sophia.
Seit 18. Mai 2012 konnte unser Team durch die deutsche Ärztin Frau Dr. Horter-Weber (eine Senior Expertin von SES) und Alexandra, einer Praktikantin aus der Schweiz verstärkt werden. Beide sind eine wertvolle Unterstützung für unsere beiden Hebammen, um die zahlreichen Aufgaben bei zur Zeit enorm hohen Temperaturen von über 40 Grad, zu erfüllen.
Unzählige Vorsorgeuntersuchungen und Nachsorgeuntersuchungen in den Hütten finden statt. Außerdem organisiert Mr. Anbarasu wöchentliche Kampagnen in den Dörfern, bei denen unser Team Vorsorgeuntersuchungen an Schwangeren durchführt, um die Schwangeren zu informieren. Ebenso finden zweimal wöchentlich in der Geburtshilfestation „Meetings“ für Kinder zur Hygieneerziehung statt.
So wurde auch ein check-up für Babys in der Station organisiert.
Besonders freuten wir uns über die erst kürzlich stattgefundene Geburt in der Geburtshilfestation. Es ehrte unsere Hebamme Daniela sehr, dass die indischen Eltern ihr Baby „Daniela“ nennen.
Wir freuen uns sehr, dass unser Hebammenteam für jeweils 6 Monate vor Ort bleibt (danach reist das nächste Team ein) und zeitweise durch eine/n Gynäkologen/in unterstützt werden kann.
Weiterhin sind wir vor allem auf der Suche nach einer/m Gynäkologin/en, die unser Hebammenteam unterstützen.
Wir möchten diesen Bericht mit einem Zitat einer unserer Hebammen schließen:
“ Es war eine beeindruckende Leistung, dieses Projekt zu initiieren und so weit zu bringen. Hut ab, allen Beteiligten“.
Wir hoffen, durch viele Spenden das Angebot unserer Geburtshilfestation ausweiten zu können und den Schwangeren aus diesen ländlichen, sehr armen Gebieten Südostindiens zum Segen zu werden.
Heidrun Wießner
Geschrieben von: Super User
Erstellt: 22. April 2012
Neues aus Anaiyeri
Nachdem bis zur Jahreswende keine Arbeitsgenehmigung für die deutsche Hebamme Hanka John erlangt werden konnte und ihre Beurlaubung in Deutschland auslief, machte sich der Verein Pirappu auf die Suche nach einem neuen Hebammen-Team, um die geplante Arbeit in der Geburtshilfestation in Anaiyeri fortzusetzen. Hanka John stand dankenswerterweise unserem Projekt drei Jahre in der Bau- und Aufbauphase zur Verfügung und wird das Projekt weiter von Deutschland aus betreuen, indem sie Hebammen für den Einsatz in Indien mit auswählt und diese auf ihren Einsatz dort vorbereitet.
Es gelang, zwei deutsche Hebammen für das Projekt zu gewinnen, die im März 2012 für ein halbes Jahr nach Indien reisten, um die Geburtshilfestation in Anaiyeri zu leiten: Frau Ursula Michel (SES: Senior Experten Service) und Frau Daniela Nedogoda – beide erfahrene Hebammen. Im September 2012 wird dieses Team durch ein neues Team abgelöst. Mit der Einstellung einer weiteren indischen Krankenschwester, konnte das indische Team von zwei auf drei Schwestern/Hebammen aufgestockt werden. Das deutsche Team leitet diese an, bildet sie aus und gemeinsam werden Schwangerenvorsorge, Geburten und häusliche Nachsorge durchgeführt. Dr. Wolfgang Donné, steht dem Team jeweils vier Wochen zur Einarbeitung zur Verfügung.
Zusammen mit unserer indischen Partnerorganisation bemühen wir uns in der nächsten Zeit um die staatliche Anerkennung unserer Geburtshilfestation, damit die Schwangeren bei Geburten in unserer Einrichtung den vom Staat versprochenen Bonusgeldbetrag erhalten.
Die indische Ärztin Dr. Annie arbeitet seit April 2012 halbtags an einer staatlichen Klinik, steht zusätzlich unserer Geburtshilfestation zur Verfügung und bemüht sich zur Zeit um eine Facharztausbildung als Gynäkologin.