- Geschrieben von: wolfgang
Die Monatsberichte werden uns regelmäßig vom MHC zugestellt, damit man sich in Deutschland ein Bild von der Arbeit machen kann.
Die Fotos sind unter "Bilder" eingefügt.
Der Monatsbericht Januar 2017:
PMD-MHC – JANUARY
2017 MONTHLY REPORT – ANAIYERI
S:No: |
ACTIVITIES |
NUMBERS |
1 |
Ultra Sound scan |
8 |
2 |
MHC (ANC) Check-ups |
69 |
3 |
Deliveries |
1 |
4 |
Postnatal-Home visit |
52 |
5 |
Village visits |
14 |
6 |
School visits & Children Health Class |
3 |
7 |
Training & Yoga class |
7 |
8 |
Referred cases |
3 |
9 |
Nurses Training |
4 |
10 |
Staff Meetings |
4 |
11 |
Advertising MHC activities |
|
12 |
SHG Meetings |
9 |
13 |
SHG Trainings |
9 |
- Geschrieben von: Super User
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- Geschrieben von: Super User
Am 7. September wurde ein kleines Mädchen im MHC willkommen geheißen. Die Kleine hatte es sehr eilig, auf die Welt zu kommen und war innerhalb einer Stunde geboren. Mutter und Kind sind wohl auf und schon nach kurzer Zeit nach Hause gegangen.
Mitte des Monats kam eine weitere Frau mit Wehen und wollte im MHC entbinden. Aufgrund schlechter Herztöne haben wir sie ins Sri Lakshmi Narayna Hospital verlegt. Das Kind wurde per Kaiserschnitt auf die Welt geholt und mußte auf Grund einer Mekoniumaspiration einen Tag beatmet und mit Medikamenten behandelt werden. Der kleine Junge hat sich aber schnell erholt und wurde nach zehn Tagen mit seiner Mama entlassen.
Am Ende des Monats bat ein Mann um einen Ultraschall für seine Frau, die starke Oberbauchschmerzen hatte. Sie war in der 32. Schwangerschaftswoche, Wehen konnten ausgeschlossen werden. Sie wurde bis zu dem Zeitpunkt in einer kleinen Krankenstation in der Nähe behandelt. Sie bekam Schmerzmittel und etwas für die Verdauung, allerdings ohne Erfolg. Die Frau kam in einem sehr schlechten Zustand bei uns an. Da wir keine Herztöne hören konnten, beschlossen wir die Frau sofort zu verlegen. Es war uns klar, daß wir ihr hier nicht helfen können. Zehn Minuten nachdem sie das große Krankenhaus in Villupuram erreichten, ist sie an einem Herzinfarkt gestorben. Wir sind alle sehr betroffen und können kaum fassen, was passiert ist.
Ansonsten war der September sehr ruhig.
Da die indischen Nurses das MHC beinahe alleine leiten können, wird unsere Hilfe nicht länger gebraucht. Es wurde mit dem Team von Pirappu und dem Team im MHC darüber gesprochen und entschieden, daß wir früher nach Hause zurück fliegen. Ab 1. Oktober wird alles von dem indischen Team geleitet. Bis Anfang November sind wir noch vor Ort bzw. telefonisch für das Team erreichbar.
Hiermit möchten wir, Cathrin und Conny, uns für die Zeit hier bedanken, die ihre Höhen aber auch Tiefen hatte. Es war eine sehr interessante Erfahrung mehrere Monate in einem fremden Land mit anderer Kultur und verschiedenen Wertvorstellungen zu leben und zu arbeiten. Wir werden die Zeit hier nicht vergessen!
- Geschrieben von: Super User
Der August in Tamil Nadu war für das deutsch-österreichische Team der Urlaubsmonat, wie in der Heimat. Ende Juli kam Cathrins Schwester mit ihrem Mann zu Besuch, gemeinsam reisten sie nach Kerala und haben die Zeit dort sehr genossen. Kurz nach Cathrins Rückkehr kam Connys Mann. Nach kurzem Aufenthalt im MHC ging die Reise für die beiden über den Süden Tamil Nadus ebenfalls nach Kerala. Mit vielen neuen Eindrücken zurück hatte Jürgen dann noch ein paar Tage hier in Anaiyeri um die nähere Umgebung und das tägliche Treiben im MHC kennenzulernen. Und noch während seines Aufenthaltes kamen Cathrins beste Freundinnen aus Graz. Für sie ging die Reise dann nach Goa, Hampi, Bangalore und auf die paradiesischen Andamanen.
Es gab im August auch einiges zu feiern. Die Tochter von Manimozhi bekam ihre ersten Ohrringe und das wird hier richtig gefeiert. Mit der Familie geht es in den Tempel und nach stundenlangen Zeremonien werden dann die Ohrlöcher gestochen. Leider müssen sie vorher ihre Haare opfern, das geht natürlich nicht ohne Tränen. Neue Kleider sollen über den Verlust hinweg trösten. Rubys Schwester steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes, auch das ist natürlich ein Grund zu feiern. Bei der sogenannten Bangles-Function werden der Schwangeren viele Armreifen übergestreift, die Glück bringen sollen. Einigen Lärm machte die Ganesha-Function, bei der grosse Ganesha-Statuen aus Pappmache oder Ton im Wasser versenkt werden. Buben und junge Männer begleiten Ganesha auf seinem Weg mit viel Trommeln, Tanz und lauter Musik.
Mitte des Monats bekam Cathrin die Gelegenheit ein anderes Projekt der PMD zu besuchen. „Home for Homeless“ heisst dieses und wird von französischen Studenten seit vielen Jahren finanziell aber auch mit körperlicher Arbeit unterstützt. Cathrin verbracht zwei Tage mit den Studenten am PMD Gelände und konnte ihnen auch beim Häuser bauen helfen.
Leider hat uns Ruby zum Ende des Monats verlassen. Wir bedauern sehr, dass es ihr nicht mehr möglich ist bei uns zu arbeiten. Für ihre Zukunft wünschen wir ihr alles Gute und hoffen sie doch ab und zu im MHC zu sehen, da sie ja um die Ecke wohnt.
Was sich als richtiger Selbstläufer entwickelt hat ist die wöchentliche Sprechstunde von Dr. Gowri, unserer Gynäkologin. Jeden Mittwoch ist reges Treiben in unseren Räumen. Bei diesen Vorsorgeuntersuchungen wurden drei Risikoschwangere selektiert und dann ins Sri Lakshmi Hospital verlegt. Auch diese Zusammenarbeit entwickelt sich sehr erfreulich. Alle Frauen die dort behandelt wurden waren sehr zufrieden, auch aus medizinischer Sicht ist die Betreuung dort sehr gut. Ein kleiner Lichtblick im sonst doch eher düsteren Krankenhausbereich.
Soweit geht´s uns beiden hier gut. Durch das gute selbstständige Arbeiten der Nurses werden die Tage für uns recht lang, da wir immer weniger zu tun haben. Es zeigt, dass das MHC immer besser auch ohne ausländischer Hilfe auskommt.
Ganz liebe Grüsse,
Cathrin und Conny