Hallo zusammen, 
 
heute, am 2.2.2011 - genau 2 Jahre nach der Grundsteinlegung für die Geburtshilfestation -, 
haben wir endlich den Container geöffnet. 
 
Die Ereignisse des Tages möchte ich kurz Anhand einiger Bilder erzählen. 
 
Zunächst haben wir die Nacht zum 2.2.2011 das erste Mal im Haupthaus in unseren Zimmern 
geschlafen. 
Der Tag fing also gut ausgeschlafen an.  

  Der Kran kam pünktlich, der Gabelstapler leider etwas 
später, da der LKW mit selbigem an Bord, doch nicht 
schneller als 40 km/h fahren konnte. Gegen 13 Uhr ging es 
dann los. Zunächst mußte der Gabelstapler 
mit Hilfe des Krans vom LKW geladen werden. 

Als nächstes wurde der Container geöffnet und das, was man von außen sehen konnte, war schon mal sehr gut. Und dann wurde jede der vier Kisten mit viel Fingerspitzengefühl und Maß-Auge aus dem 
Container gehoben und auf die Terrasse vor der Geburtshilfestation gestellt. 

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Leider gingen dabei ein paar der Betonplatten kaputt, 
da die schwerste Kiste 1500 kg wiegt. Aber ich denke, die Platten kann man problemlos ersetzen. 
 

Gegen 16 Uhr war die Arbeit getan und auch dann erst – ganz untypisch für die Inder – das Mittagessen nachgeholt.  Alles in allem ein sehr erfolgreicher Tag.  

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Wie es dem Inhalt jeder Kiste geht, wird man erst in ein 
paar Tagen sehen können, wenn die Kisten nach und nach 
ausgeräumt werden. Das Äußere läßt aber die berechtigte 
Hoffnung zu, daß alles soweit gut ist. 

 

In diesem Sinne, werden wir nun ziemlich erschöpft in die Kojen fallen. 
 
Morgen ist schließlich auch noch ein Tag. 
 
Alles liebe 
 
Eure Hanka  

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Liebe Freunde und Wegbegleiter,

es ist Ihnen sicherlich aufgefallen, daß in den letzten Wochen relativ viel Unruhe in der Homepage war. Ein bißchen wird das wohl noch so weitergehen, da wir versuchen, bösen Menschen den Zugang zu verwehren..

Die hierfür erforderliche Kommunikation ist durch die in Tamil Nadu zur Verfügung stehende „Spitzentechnik“ sehr schwierig, manchmal nicht möglich.

So ist auch diese Aktualisierung zunächst als Versuch zu bewerten.

 

Zwei Begebenheiten werde ich kurz beschreiben:

Der Straßen-Hund in der Jajamuthu Mariamman Koil Street in Pondy ist nicht mehr. Kein Freude-Jaulen und heftiges Schwanz-Wedeln, wenn einer von uns auftaucht. Kein „Nai po“ der Dame gegenüber, wenn er verschwinden soll. Wohl im Zuge einer Rauferei mit einem anderen Hund hat er sein rechtes Ohr verloren, was ihn so krank gemacht hat, daß ich ihn nach langen Recherchen in Übereinstimmung mit der staatlichen Tier-Ärztin abholen und einschläfern ließ. 

Das war nicht schön.. Läßt aber andererseits viele Rückschlüsse auf die Einstellung der hiesigen Bevölkerung zu.

Auch nicht angenehm war ein Stromschlag, den ich in der Dusche des MHC einstecken mußte. Der Sache auf den Grund gehend fand ich heraus, daß die Steckdosen weder eine Erdung haben, 

noch daß die international geltenden Farbcodierungen der Stromleitungen eingehalten sind. In der Folge bemühen sich nun andere Elektriker mittels einer Glühbirne mit abisolierten Leitungen Licht in das Geheimnis der Shanmuganschen Elektrik zu bringen, was nicht einfach zu sein scheint. 

Einfach ist die Sache im Küchenhaus: Hier gibt es keine Erdung und keine Verbindungen als Schutzleiter. So ist das hier. Auch in der Pondy-Wohnung gibt es lediglich in der Küche die verpflichtende Erdung. Aber immerhin. 

Seit  Beginn der Indien-Mission habe ich einige Schläge wegstecken müssen. 

In vielerlei Hinsicht...

Ihnen alles Gute!

Ihr Dr. W. Donné

Der Ärger will nicht enden!

Viele Anmeldungen für das Forum der Homepage wurden entweder automatisch generiert (mitunter mehr als 10 pro Tag) oder mit einem üblen Hintergedanken plaziert. 

Da Mißbrauch nicht ausgeschlossen werden kann, mußte die Anmeldung zum Forum gesperrt werden.

Wer es gut meint, kann über Kontakt seine Meinung äußern. Wir nehmen jeden Beitrag ernst und sind für Anregungen dankbar.  

Bereits Registrierte können das Forum ungehindert nutzen.

 Vielleicht kehrt jetzt Ruhe ein. Das wünsche ich Ihnen und mir!

 Herzliche Grüße aus Pondichèry, Indien

 Ihr Dr. W. Donné

 

 

Pondicherry im September 2010.                   Wir sind wieder da! 
Nachdem ein böser Mensch ein Virus in die Bildergalerie eingeschleust hatte, war der Zugang zu  „Geburtshilfe-in-Indien“ aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Christian hat es geschafft, die Homepage wieder flott zu bekommen.
Ihm und den Mitarbeitern von „Neue Medien Münnich“ vielen Dank an dieser Stelle.
Die Bilderseite muß gesperrt bleiben; an einer Lösung des Problems wird gearbeitet.

Danke für das Verständnis und das entgegengebrachte Vertrauen!
Wir bleiben dran. Nichts ist perfekt auf dieser Welt.

Ihnen alles Gute!

Ihr Dr. W. Donné

Der Durchschnitts-Tamile ist nicht imstande Zusammenhänge zu realisieren und demzufolge  resultierende Schritte in der richtigen Reihenfolge durchzuführen...

Bevor jemand auf die Idee kommen könnte, ich sei Rassist geworden:

Die Aussage stammt von einem Tamilen. Sprachlehrer an einer renommierten Schule in Pondicherry und Hausbauer.  Diese Aussage kam im Zusammenhang mit meiner Frage, weshalb innert fünf Wochen die Straße vor seinem Haus dreimal aufgerissen werden müsse, um die neue Wasserleitung zu seinem neuen Haus zu erneuern. Die letzte Aktion verbunden mit dem Abriss von Teilen der Hauseinfahrt. Zweimal die gleichen Leute, das dritte Mal andere Handwerker. Jedesmal Kosten zulasten des Auftraggebers.Heißt: Er bezahlt den Pfusch.

Dieses nicht in Abläufen denken, den dritten Schritt vor dem ersten zu gehen, habe die Kosten für sein Haus (kalkuliert 25000 €) nahezu verdoppelt. Er wisse, daß es sinnvoll sei, die Rohre in Sand zu verlegen. Diese Erkenntnis sei den Arbeitern allerdings nicht vermittelbar. Sie seien es nunmal gewohnt, den Aushub mit den Steinen wieder auf die Rohre zu werfen. Auf meinen Vorschlag, den Sand selbst hinein zu schaufeln, um erneute Verwerfungen zu vermeiden, mochte er nicht eingehen.

Er ist schließlich Lehrer...

Was aber beinhaltet dieser Beruf? Und was kann mit einer solchen Einstellung gelehrt werden? Diese Frage beschäftigt mich seit ich die Ausbaumaßnahmen im MHC intensiv begleite. Wie kann eine Änderung von Verhaltensweisen herbeigeführt werden, wenn man praktisches Vorgehen nicht vorführt? Wie kann Wissen ohne Praxis vermittelt werden? Wie hätte ich jemals GeburtsHilfe erlernen können ohne die praktische Anleitung meiner Lehrer? 

Wie könnte der Plumber ein Waschbecken fest an der Wand montieren, ohne ihm gezeigt zu haben, was „fest" ist? Ihm, der zu Hause vermutlich kein Waschbecken hat. An welcher Wand auch immer. Und wozu auch?

Ein Eimer vor der Tür tut´s auch...

Und wenn man selbst keine Toilette besitzt, wird es schwierig, zum einen deren Notwendigkeit, zum anderen den mit der Wasserspülung derselben verbundenen Installationsaufwand nachvollziehen zu können. So gesehen haben wir Glück mit „unserem" Plumber, der sich immerhin bemüht, Waschbecken anzubringen und Wasser-Spülungen für so genannte Indische Klos, die – mit  Verlaub – eher den aus Frankreich bekannten ähneln. (Zum Verständnis: Unsere bekannten Sitztoiletten sind „European Toilets" !)  Woher sollten die Tamilen auch Toiletten kennen, wenn sie in der Überzahl ihre Notdurft  „in the fields" verrichten?

Ich warte auf das vierte Mal! Um den Lehrer, dessen Miene dann noch säuerlicher aussehen dürfte, zu fragen, ob er denn nun zufrieden sei. 

Bis dahin werde ich vielleicht die Gelassenheit erworben haben, den Handwerkern am MHC ein x-tes Mal vorzuführen wie man Rohre verlegt, Waschbecken befestigt und Wasserspülungen für Toiletten einstellt, damit sie diese auch spülen...

Hinweis am Rande:  Ich bin Arzt...

„Mein" Lehrer lebt jetzt in einem Wohnhaus, welches irgendwann vielleicht seinen Ansprüchen genügen wird.

Das MHC muß anderen Ansprüchen gerecht werden. Kompromißlos. Auch wenn alles dreimal gemacht werden muß und es dreimal solange dauern wird. 
Wenn es am Ende gut sein wird, hat es sich gelohnt. Darum geht es. 

Helfen Sie mit Ihrer Geduld, unsere Geduld zu bewahren! 

DANKE !

Ihr Dr. W. Donné