November 2009 in Indien 7 Years, 1 Month ago

Ihr lieben zu Hause!

Und wieder ist ein Monat vorbei und noch immer kein Container in Sicht.
Was soll ich sagen?!
So langsam wird aus der buddhistischen Gelassenheit, blanke Wut und manchmal hätte ich große Lust alles hinzuschmeißen. Wir haben (vor allem Wolfgang) mit Eurer Hilfe diesen Hilfscontainer zusammen gestellt. Offensichtlich möchte man in Indien diese Art der Geschenke nicht. Nur: Ohne Container keine Geburtshilfestation und ohne Geburtshilfestation werden eben weiter Frauen in dieser Region unter menschenunwürdigen Bedingungen ihre Kinder zur Welt bringen; vielleicht sterben sie daran, vielleicht sterben auch die Kinder daran. Vielleicht auch nicht.
Was ich von einem Pfarrer hier gelernt habe ist, daß das Leben in Indien KEINEN Wert hat.
Und irgendwo beweist unsere Containersituation das auch: … Geschenke für die Armen auf dem Land … so etwas braucht Indien nicht. Der Saat kümmert sich um seine Armen.
Deshalb ist auch die Nichte von Samy an einem (vermutlichen) Kindsbettfieber gestorben. Und sie war in der Stadt zur Entbindung.
Heißt: Selbst in der Stadt sind die Bedingungen beschissen.
Wie es nach wie vor auf dem Land aussieht haben wir uns vor kurzem auch nochmal angesehen. Dafür fehlen die Worte, egal in welcher Sprache.
So sitzen wir nun hier und versuchen mehr oder weniger erfolgreich, uns zu motivieren und weiter zu machen. Die Stimmung ist schlecht und in der vielen Zeit zum Denken kommt schon auch der Gedanke auf, was mache ich hier eigentlich…
Der Hausbau geht aufgrund des Monsun eher schleppend voran. Es gibt zähe Diskussionen über den Septic-Tank, Gitter vor der Veranda und die Bänke auf selbiger. Und selbst Samy scheint langsam zu erkennen, daß es noch etwas brauchen wird, bis das Haus einzugsfertig ist, was aber ohne Container eh nicht eilt.
Jaja, keiner hat gesagt, daß es einfach werden wird.
Trotzdem war ich beim Yoga und auch beim Sprachunterricht. Wir haben Meetings mit den indischen Kollegen abgehalten, waren auf Umfragen in den Dörfern, haben nach passender Farbe fürs Haus gesucht, nach Türen, die einem nicht unter den Fingern wegschimmeln, wie meine Matratze und im Internet sogar auch weiße Plastikpanelen gefunden.
Also, nicht viel Neues in diesem Monat.
Noch ein Nachsatz zum Container (für mich das Unwort des Jahres): Wir werden jetzt Steuern zahlen und auch eine nicht unerhebliche Stand-Straf-Gebühr. Da bis heute (4.12.) der verantwortliche Steuermensch noch keine genaue Ansage gemacht hat, wie hoch die Steuern denn sein werden, würde ich mal sagen, daß da noch Hoffnung besteht und wir diese Summe auch irgendwie aufbringen können. Was dann wieder beweist: Die Hoffnung stirbt zum Schluß.
Nicht so für meinen Rechner. Der hat sich hier einen schlimmen Virus zugezogen (Khatra.exe) und wird diesen nicht überleben. Traurig. Auch in Indien, dem Land der vermeintlichen Computerspezialisten, gibt es keine Hilfe. So werde ich ihn wohl zu Grabe tragen und auch traurig sein dürfen, denn immerhin ist es ja kein Mensch und hat deshalb einen gewissen Wert.
Paßt auf Euch auf!
Hanka

Der September 2009 in Indien 7 Years, 3 Months ago

Ihr Lieben in Deutschland,

der Monat September 2009 wird zum Container-Monat erklärt. Ich hoffe nur, daß ich den Bericht für den Oktober nicht genauso beginnen muß...
Also, was ist diesen Monat passiert?
Der Container raubt uns allen mittlerweile den Schlaf. Aber vielleicht fange ich besser von Vorne an. Zunächst wurde behauptet, daß irgendwie auf dem Weg von Deutschland nach Indien, die für die Auslösung des Containers am Hafen extrem wichtigen Originalpapiere verloren gegangen sind. Große Aufregung! Viele Telefonate und Suchnachfragen per Internet ergaben, daß die Papiere doch nicht verloren gegangen sind, sondern nur bisher nicht zugestellt wurden. Was die Sache nicht vereinfachte, denn da waren sie trotzdem nicht. Also warten. Und wieder Telefonate, um heraus zu finden, wer sie hat und wo sie sind. Ohne Erfolg, zum Thema Datenschutz möchte ich hier nichts weiter sagen.
Trotzdem sind wir, auch ohne Originale, nach Chennai gefahren, um die Containersuche zu starten. Eine Reise nach Chennai bedeutet für uns von Pondy aus um 4.30 Uhr aufstehen, 5.00 Uhr los zum Busbahnhof, 5.30 Uhr Bus nach Viluppuram, 7.00 Uhr Treffen mit Samy in Viluppuram und von dort mit dem Auto weiter, so daß wir gegen 11.00 Uhr Chennai erreichen. Dort haben wir bei einer Shipping Agency vorgesprochen, die Samy empfohlen wurde. Diese haben uns jedoch weitergereicht an eine andere Gesellschaft, die mit solchen Aktionen wie der unseren, mehr Erfahrung haben soll. Dort wurde dann via Internet herausgefunden, daß der Container bereits seit gut 7 Tagen in Chennai steht. Anrufen und Bescheid sagen wird in Indien wohl überbewertet. Egal, die für uns wichtige Auskunft war, alles gut, alles kein Problem, nach Vorlage der Originalpapiere könne der Container ausgeliefert werden. Also wurde über Logistisches gesprochen, wie z.B. der Transport mit dem LKW und ein Kran für das Abladen in Anaiyeri.
Zurück in Pondy haben wir zwischen Deutschland und Indien so gut wie alles auf den Kopf gestellt UND
wie durch ein Wunder wurden die Papiere dann, wenn auch gut 10 Tage zu spät, zugestellt.
Jubel!
Also, wieder nach Chennai. Siehe Prozedur oben.
Ich mache es jetzt mal kurz. Nach 3 Tagen warten, Warten, WARTEN und immer wieder vertröstet werden und von A nach Z geschickt werden, in den gleichen, dann 3 Tage alten Klamotten haben wir uns ohne Container auf den Rückweg gemacht.
Frust!
Der Container steht noch immer am Hafen. Es fehlt ein wichtiges Papier, das nur von wichtigen Leuten ausgestellt werden kann, die natürlich Wichtigeres zu tun haben und uns zum Teil nicht einmal zuhören wollen.
Megafrust!
Auch Samy scheint zusehends ratlos, was nicht unbedingt zur allgemeinen Beruhigung beiträgt. Wir versuchen weiter, was wir können, aber bisher ist kein Land in Sicht. Nur Wasser und davon genug.
Wenn also jemand von Euch eine Idee hat, wie man einen Hilfscontainer - bestückt mit unglaublich tollem medizinisch notwendigem Bedarf - Zollfrei aus einem Hafen in Indien rausbekommt, wird ein Kreißzimmer nach ihr oder ihm benannt! Das ist doch mal eine Ansporn, oder? Also ran Leute, rein ins schnelle Internet oder setzt Euch vor oder in die Botschaften - ganz gleich welche, indisch oder deutsch -und los geht's!!!
Spaß beiseite, die Situation hier ist für uns alle nicht einfach grad, da ohne Container kein Maternity Hospital. Und jeder Tag, den das gute Stück in Chennai steht, kostet. Außerdem gehen uns langsam die Ideen aus, wen man noch fragen könnte.

Aber etwas gutes gab es diesen Monat. Samy, Annie (indische Ärztin, die im Projekt mitarbeitet), Wolfgang und ich waren für eine Woche in Bali auf einem Seminar über interkulturelle Kommunikation. Organisiert und durchgeführt hat das alles die AGEH aus Köln und ich möchte auch an dieser Stelle nochmal Danke sagen! Es waren ca. 45 Teilnehmer aus ganz Asien da und ich fand es total spannend, die unterschiedlichen Projekte, Leute und Erfahrungen kennen zu lernen.

Oh nein, ich lüge. Ein weiteres großes Highlight war Teresas Ankunft hier in Pondy, begleitet von ihrer Schwester Hanna! Leider hatte ich nicht soviel Zeit mit beiden zusammen, wegen dem Containerprogramm, siehe oben. Nun ist Hanna wieder in Deutschland - liebe Grüße!!!
Unser Team ist also komplett und eigentlich könnte es losgehen, wenn das Haus fertig wäre und der Container am Ort.
Achja, das Haus: ES SIEHT GUT AUS!!!! Heißt, vor 10 Tagen wurde die Decke auf das Haupthaus gegossen. Es regnet nicht und so hoffe ich, daß alles schnell trocknet und dann der Innenausbau starten kann. Das Küchenhaus ist sogut wie fertig, im Bad mit blauen Blümchenfliesen und ein grasgrünes Klo (kein Kommentar).
Ja, es regnet nicht, auch wenn um uns nur Wasser zu sein scheint, siehe oben. Statt dessen gönnt uns der indische Sommer nochmal einen richtigen Einblick und definiert Hitze neu.
Und quasi nebenbei nehmen wir weiter Sprachunterricht, auch wenn das Konzentrieren etwas schwer fällt.
Mein Tag sieht nun auch etwas anders aus. Morgens kurz vor 6 Uhr raus, dann eine Stunde Yoga, Frühstück und ab vor den Rechner. Das dauert den ganzen Vormittag, da ich mich in buddhistischem Gleichmut mit dieser Internetverbindung üben muß. Dann Sprachunterricht und ab zum Markt, um Menschen zu sehen und Essen einzukaufen, kochen, essen und Tamil lernen. So läuft das hier normaler Weise, wenn nicht grad Containerprogramm läuft. Aber es geht mir gut und ich habe trotz allem das Gefühl, daß das schon irgendwie gehen wird. Und ich mag es!!!

Gut, nun drückt alle kräftig die Daumen, daß sich hier jemand unseres Containers und unser erbarmt.

Eure Hanka

Monatsbericht August 2009 7 Years, 4 Months ago      
September 2009

Vanakkam Nanbattkal,
(das ist Tamil und heißt: Guten Tag Freunde; in Hank´scher Umschrift)

Nun ist der August vorbei und Zeit für den ersten richtigen Monatsrückblick.

Wir haben uns mittlerweile gut in der Wohnung und Pondicherry eingelebt. Straßenzüge und Namen sind nicht mehr fremd, man kennt ein paar gute Restaurants und weiß, welche nicht so gut sind und am schönsten ist es, wenn ein schüchternes Lächeln des Erkennens über das Gesicht des Gemüsehändlers huscht. Auch in der Wohnung ist nun alles was man so braucht, so haben wir seit gut 1 Woche eine niegelnagelneue Waschmaschine, worüber ich sehr glücklich bin, da unsere Sachen einfach nicht mehr sauber werden wollten.
Anfang August habe ich mich in Viluppuram registrieren lassen. Mein Wohnsitz ist nun Indien! Heißt auch, daß ich "Besitz" erwerben kann, sodaß wir nun ein eigenes Moped besitzen.
Wir waren des öfteren auf der Baustelle in Anaiyeri und haben Samy besucht und natürlich den Fortschritt des Hauses bewundert. Trotz der erstaunlichen Hitzewelle, die bis Mitte August anhielt, wurde das Küchengebäude soweit fertig gestellt, daß jetzt mit dem Verlegen der Fliesen begonnen werden kann. Am Haupthaus wird nun die Decke = Dach auf die erste Etage gezogen und im Erdgeschoß mit dem Verputzen der Innenmauern begonnen. Ich finde das Gebäude sehr beeindruckend und habe das Gefühl, daß hier viel Gutes entstehen und erreicht werden kann.
Es gab viele Gespräche mit dem Architekten, um über das weiteren Vorgehen auf der Baustelle auf dem Laufenden zu sein.
Wir haben versucht, zu Kliniken hier in der Stadt Kontakt aufzunehmen, um zum einen uns vorzustellen und zum anderen hinter Behandlungsunterschiede und landestypisches Verhalten zu kommen. Leider braucht man für derartige Besuche und Gespräche eine extra Genehmigung, die wir bisher noch nicht erhalten konnten. Bürokratie.
Seit dem 25.8. bereichert Josef unsere kleine WG hier in Pondicherry. Wir verbringen sehr schöne lange Abende mit gutem mediterranem (Josef) oder deutschindischem (ich) Essen und führen hitzige Diskussionen über Indien im allgemeinem und im speziellen, heißt Hausbau. Er ist wirklich eine große Unterstützung und bringt noch mal einen ganz neuen Blickwinkel auf manche Sachen.
Am 29. und 30.8. waren wir in Chennai auf dem 2. HIV/AIDS Congress. Das war sehr interessant und ich habe viele neue Infos mitnehmen können. Leider war der Vortragsraum dermaßen tiefgekühlt (scheint ein indisches Statussymbol zu sein), daß ich seitdem einen mittelgroßen Schnupfen mit mir herumtrage.
Ansonsten sind meine Tage weiterhin mit viel Tamil erfüllt. Mittlerweile kann ich schon kleine Dialoge ausarbeiten, die zum Beispiel in der Station vorkommen könnten. Das macht mir sehr viel Spaß und auch unser Sprachlehrer scheint langsam ein kleines Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Soll heißen, es geht voran!
Die "Jungs" sind überwiegend in der Stadt verschwunden und suchen in mühevoller Arbeit alles zusammen, was für die Birth Station noch fehlt. Keine leichte Sache!
Außerdem verbringe ich viel Zeit vorm Rechner. Leider ist die Internetverbindung so indisch, daß manche E-Mails ankommen, andere leider nicht. Was schon unangenehme Verwicklungen bringen kann.
Ich habe mich sehr gefreut, daß von "meiner" Klinik in Bremen, dem Klinikum Links der Weser, unser Projekt auch weiterhin unterstützt wird! So wird nun ein dringend benötigtes Sektiosieb bereitgestellt und ein Artikel in der Betriebszeitung "Leuchtfeuer" erscheinen. Es hilft sehr, daß so viele Menschen, so weit weg an uns denken und helfen!! Denn es ist manchmal nicht einfach, die grenzenlos erscheinende Armut der Menschen hier zu sehen. Viele wissen nicht, was sie am Abend essen sollen, wo schlafen...
Nun sind auch noch die Preise für Lebensmittel gestiegen, da die Ernte so schlecht war. Der nun doch noch einsetzende, leider eher leichte, Monsunregen ist auch eher ein Tropfen auf den heißen Stein.
Aber es ist etwas kühler und das macht für uns Europäer vieles doch einfacher.
Soviel zu dem, was war. Nun noch kurz einen Ausblick, auf das was nächsten Monat sein wird.
Teresa wird Mitte September unser Team vervollständigen. Darauf freue ich mich sehr!
Wir werden auch versuchen, nach Ende des Sprachkurses, in die Nähe der Baustelle zu ziehen. Am liebsten natürlich direkt nach Anaiyeri oder ein benachbartes Dorf. Vielleicht können wir beim Dorfpfarrer unterkommen oder Samy hat noch ein gute Idee. Dann kann es endlich losgehen mit dem genauen Kennenlernen der Gegend, der Menschen und dem richtigen indischem Leben.
Ihr seht, es bleibt weiter spannend und ich kann es kaum erwarten, daß es losgeht.

poitu vangaa!
(das ist Tamil und bedeutet soviel wie, geh nun, aber komm auch wieder, heißt also Tschüß; wieder in Hank´scher Umschrift)

Erste Eindrücke von Indien 7 Years, 5 Months ago

Hallo Ihr Lieben,

nun sind wir seit über 2 Wochen in Indien.
Was ist seitdem passiert?! :
Zunächst gab es viele Bedenken, ob das denn alles mit dem Visum klappt und wie die Containersituation zu bewältigen ist und und..
Nun sieht es so aus, daß viele Sorgen umsonst waren. Denn ich habe ein Arbeitsvisum!! bekommen und der Container wird Ende August/Anfang September auch in Indien sein, sodaß der Abreise nichts mehr im Weg stand.
Nach etwas Startschwierigkeiten am Frankfurter Flughafen sind Wolfgang und ich am Samstag, dem 18.7.09 in Indien gelandet. Es war gegen 2 Uhr morgens als wir den Flughafen verließen, noch immer waren viele Menschen unterwegs, die Hupen der Rikschafahrer sangen durch die Nacht, die Luft noch sehr warm, die Gerüche so vertraut - INDIEN.
Einen Tag später sind wir mit dem Zug von Chennai nach Pondicherry gefahren, wo wir die nächste Zeit verbringen werden.
Hier heißt es nun erst einmal ankommen.
Wir sind zunächst in unserer "altbekannten" Pension, der Villa Helena untergekommen und auch hier viele bekannte Gesichter.
Seit Montag 20.7. versuchen wir im Sprachunterricht bei Dr. Arokianathan von der Universität in Pondicherry Tamil zu lernen. Das birgt gewisse Schwierigkeiten, da neben den 280 Buchstaben auch noch ein Unterschied zwischen geschriebenen und gesprochenen Tamil besteht und im täglichen Leben so schnell gesprochen wird, daß es für uns momentan kaum bis gar nicht zu verstehen ist. Aber unser Lehrer ist tapfer und versucht uns im schnelle Sprechen zu trainieren und wir üben, üben, üben...
In unserer zweiten Woche hier haben wir eine Wohnung gemietet, was die Unterbringungskosten doch erheblich minimiert. Da die Wohnung über mehrere Schlafzimmer verfügt, ist auch gleich genug Platz für unsere Unterstützung aus Deutschland - Josef und Teresa - die Ende August / Anfang September nachkommen werden.
Das wichtigste aber ist natürlich, wie geht es mit dem Bau der Geburtsstation voran?
Deshalb sind wir letztes Wochenende zu Samy und seiner Frau gefahren und haben uns alles einmal live angesehen. Ich fand es sehr beeindruckend! Nach gut 2 1/2 Jahren Planung steht man nun auf einmal vor diesem Haus. Und gleich versucht man das noch ziemlich im Rohbau befindliche Gebäude einzurichten und zu überlegen, wo stellt man alles hin, was wir dank Euch gesammelt haben. Da ich vom Hausbau so gar keine Ahnung habe, kann ich mir schlecht vorstellen, daß wir hier in 2 Monaten einziehen sollen. Hinzu kommt eine erschreckende Trockenheit, da die letzten zwei Monsunregen ausgefallen sind. Das macht vor allem den Bauern arg zu schaffen. Große Teile der sonst bepflanzten Felder liegen brach und von den wenigen, die bepflanzt werden konnten sind einige vertrocknet und die Ernte somit verloren. Auch der Bau des Hauses hat sich aufgrund von Wassermangel verzögert.
Zurück in Pondicherry gibt es nun weiter viel zu organisieren. Die eher zähe Internetverbindung und eine erstaunliche Hitzewelle vereinfachen das nicht unbedingt. Es ist erstaunlich wie schnell so ein Tag vergeht; Sprachunterricht und die Suche nach den richtigen Wasserhähnen und zack, rum ist ein Tag. Ich habe so lang darauf gewartet, hier zu sein, daß ich es manchmal noch nicht so recht glauben kann. Diese Mischung aus viel Neuem, etwas Bekanntem und der Beginn von “Alltag” in einer doch recht fremden Welt fühlt sich ... fühlt sich gut an.

Soweit nun zunächst meine ersten Eindrücke.

Und da das ja hier ein Forum ist, hätte ich da eine, wenn auch etwas schwierige Frage: Wie kommt man in Indien an den Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis heran? In Deutschland heißt das "IXIARO". Hier kennt man das aber nicht, egal wo man fragt. Was tun?

Danke an alle, die uns mit ihren Wünschen und Gedanken begleiten!

Hanka